Schöne Zähne durch Implantate
Dr. Klaus Petersen ist Spezialist in Hagen - Studium an Universität Krems absolviert
06.01.2006 | Quelle: WeserkurierHagen. Zahnimplantate sind eine Alternative zur Brücke, dem herkömmlichen Zahnersatz. In den Kiefer wird eine
Schraube eingesetzt. Darauf wird ein schöner, neuer Zahn gesetzt, ohne dass die Nachbarzähne beschliffen oder
bearbeitet werden müssen. Durch Krankheit oder Unfall entstandene Lücken können auf diese Weise zuverlässig
gefüllt werden. Spezialist für diese Technik ist der Zahnarzt und Masterimplantologe Dr. Klaus Petersen aus Hagen.
Vor einem Jahr erwarb Dr. Klaus Petersen den akademischen Grad Master of Science
im Fach Implantologie an der Universität Krems in Österreich. Diese
Universität ist bislang europaweit die einzige, die diesen postgradualen
Studiengang in der Implantologie für niedergelassene Zahnärzte ermöglicht.
"Der Master of Science ist keine Meisterbezeichnung des Handwerks, sondern
ein internationaler, wissenschaftlicher Titel, für den ich ein zusätzliches
Studium absolvieren musste", stellt Dr. Klaus Petersen klar. Fünf Semester
lang habe er dafür studiert, um sein jahrelanges praktisches Können
und theoretisches Wissen im Bereich der Implantologie nun wissenschaftlich zu
erweitern. Das Studium umfasste 1000 Stunden. "Das war zeitlich neben meiner
Praxisarbeit eine Herausforderung, hat aber Spaß gemacht", betont Petersen.
Ein Implantat ist eine kleine Schraube aus körperverträglichem Titan
und damit eine moderne Methode für Zahnersatz. "Die kleine Schraube
erweist sich gerade für Menschen mit Totalprothesen als besonderer Vorteil",
erläutert der Facharzt. Mit Hilfe von Implantaten kann die Prothese fest
im Kiefer des Patienten verankert werden. Probleme zum Beispiel durch Rutschen
seien
dadurch endgültig beseitigt. Ebenso können durch Krankheit oder Unfall
verloren gegangene, aber auch von Geburt an nicht angelegte Zähne ersetzt
werden.
Nachbarzähne werden nicht beeinträchtigt. Das demonstriert Dr. Petersen
an einem
Modell. "In den Kiefer wird an dieser Stelle diese Schraube eingesetzt",
berichtet er. Sie muss im Kiefer anwachsen. Das dauert in der Regel bis zu acht
Wochen. Die Schraube übernimmt die Funktion der Zahnwurzel und bildet so
die Grundlage, auf der dann der Keramikzahn aufgesetzt wird. "Für diese
Behandlung ist lediglich eine örtliche Bestäubung notwendig" ,beruhigt
Petersen. Die herkömmliche Methode, fehlende Zähne zu ersetzen, sieht
so aus: Eine Brücke wird über die Lücke auf den benachbarten Zähne
angelegt. "Es müssen dafür mindestens zwei gesunde Zähne beschliffen
und bearbeitet werden, um darauf die Brücke zu "zementieren", sagt
der Fachmann. Ein Aufwand, der zudem die spätere Pflege viel komplizierter
gestalte. Das Implantat könne wie ein normaler Zahn gepflegt werden. In gewissen
Fällen sei eine Sofortimplantation direkt nach der Extraktion oder eine Sofortversorgung
mit bis zu vier Implantaten innerhalb von zwei Wochen möglich. "Voraussetzung
dafür ist ein gesunder, entzündungsfreier Kiefer", erklärte
Petersen.
Die Implantologie ist ein relativ junger Zweig der Zahnmedizin. Sie sei inzwischen
auch von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt, sagt Petersen. Nach einer Neuerung
für die Abrechnung des Zahnersatzes, bei der die Zuschüsse befundorientiert
gezahlt werden, könne der Patient diese Summe entweder für die Versorgung
mit einer herkömmlichen Brücke, aber auch für die andere Versorgung
durch Implantate erhalten. Der Patient könne sich damit selbst für oder
gegen die neue Methode des Zahnersatzes entschieden.
Mit den kleinen, in den Kiefer eingesetzten Schrauben kann auch eine Total- oder
Teilprothese fest im Mund des Patienten verankert werden.
Neben Dr. Klaus Petersen gibt es erst wenige Zahnärzte in Deutschland, die
den Titel Master of Science mit dieser Ausbildung für Implantologie erworben
haben. DieseÄrzte haben die Deutsche Gesellschaft für Masterimplantologie
gegründet. Darin verpflichten sie sich, mit strengen Qualitätsrichtlinien
für die Sicherheit der Patienten zu sorgen, halten implantologische und prothetische
Versorgung zum Vorteil der Patienten in der Hand eines Spezialisten und verwenden
nur marktführende Implantate.Ihre Methode findet bundesweite Anerkennung
durch gesetzliche und private Krankenkassen.
Der Sohn des Hagener Spezialisten, Dr. Benjamin Petersen, der zurzeit niedergelassener
Zahnarzt in Darmstadt ist, absolviert ebenfalls diese oralchirurgische Ausbildung
an der Universität in Krems. "Im April diesen Jahres wird er in meine
Praxis mit einsteigen" freut sich Dr. Klaus Petersen.
Patienten und Interessierte können sich im Internet unter www.besser-beissen.org
über die Gesellschaft für Masterimplantologie und diese Implantatmethode
allgemein informieren.